Die Problematik der zu kleinen oder zu großen Brust ist für viele Frauen bestimmend für ihren Alltag und wirkt sich extrem auf ihr Wohlbefinden und ihr Selbstwertgefühl aus. Hier liegt der Gedanke an eine Brustoperation nahe, um den Busen auf die gewünschte Größe zu bringen, sei es eine Körbchengröße mehr oder eine weniger. Das ist natürlich ein großer Schritt, der gut überlegt sein sollte.

Das sollte man wissen

Eine Brustoperation ist ein hoch invasiver Eingriff. Nur unter Vollnarkose sind die notwendigen Schnitte möglich, die sowohl alle Hautschichten, das Unterhautfettgewebe und die Muskelfasern zerschneiden. Alle betroffenen Partien sind damit auch der Gefahr ausgesetzt, bei Komplikationen Schaden zu nehmen, der unter Umständen irreparabel sein kann. Muskelschädigungen, infektiöse und schmerzhafte Entzündungen und große Narben können theoretisch bei Problemen nach der natürlichen Wundheilung zurückbleiben. So kann aus einem zuvor gesunden Menschen ein chronischer Patient werden, der mit erheblichen Einschränkungen leben muss. Im Brustgewebe der Frau können außerdem Milchgänge beschädigt werden, so dass ein aus optischen Gründen vorgenommenes Versetzen der Brustwarze das Stillen eines Kindes für immer unmöglich machen kann. Dazu birgt außerdem eine Vollnarkose hohe Risiken in sich, denen sich ein gesunder Mensch nicht ohne dringenden Grund aussetzen muss. Unbekannte Allergien gegen die Betäubungsmittel, Herzfehler und Kreislaufschwächen können zu starken Komplikationen unter der Narkose bis hin zum Tod führen.

Beratung ist das A und O

Sobald man sich zu einer Brustvergrößerung entschlossen hat, ist es angesichts der genannten Punkte umso wichtiger, einen guten Arzt, bzw. eine seriöse Klinik zu finden. In der Vorab-Beratung sollte der durchführende Arzt über alle Risiken aufklären, als auch die passenden Implantate vorstellen und somit eine klare Vorstellung davon liefern können, wie das Endergebnis aussehen kann. Denn um einen proportional schön geformten Körper zu bekommen, ist die richtige Größe von entscheidender Bedeutung. Nicht bei jeder Frau ist eine Vergrößerung von gleich mehreren Körbchengrößen angebracht, hinzu kommt, dass es bei den meisten immer noch natürlich aussehen soll.

Außerdem sollte man sich im Vorfeld ausführlich über die jeweilige Klinik und den behandelnden Arzt informieren, denn jahrelange Erfahrung und Zertifizierungen in diesem Bereich minimieren die Risiken, die bei einem solchen Eingriff – wie bei jeder anderen Operation auch – auftreten können, erheblich. Man sollte also wirklich einen Facharzt für plastische Chirurgie zu Rate ziehen oder sich bei der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. nach Empfehlungen erkundigen. Den wirklich sorgfältigen Arzt zeichnet außerdem aus, dass er die Indizierung für diesen Eingriff genauestens prüft und im Fall des Falles auch mal einen Psychologen heran zieht, bzw. die Patientin an einen solchen verweist, sofern er merkt, dass hier eine krankhaft gestörte Körperwahrnehmung vorliegt.

Implantate und Kosten

Bei der Wahl der Implantate hat man die Möglichkeit, zwischen Silikon-Gel-Kissen und Kochsalzkissen zu wählen. Silikon-Gel-Kissen haben im Schnitt eine Haltbarkeit von etwa fünfzehn Jahren und können auch bei einem Unfall oder einer sonstigen Beschädigung nicht zu körperlichen Schäden oder Verletzungen führen. Gleiches gilt für die Implantate aus Kochsalz, die sich unter Umständen aber nicht so natürlich anfühlen. Hier ist also eine ausführliche Beratung gefragt. In der Regel müssen Frauen die Kosten für diesen Eingriff selbst tragen, bei verschiedenen Indizierungen gibt die Krankenkasse manchmal was dazu; hier weiß aber auch der behandelnde Arzt Bescheid. Frauen, die durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit ihre Brüste verloren haben, bekommen im Normalfall die gesamten Kosten von der Krankenkasse erstattet.

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